Corona

Die aktuelle Situation, die im März 2020 ihren Anfang nahm, hat dem digitalen Lernen unter den Bedingungen der Schulschließungen und des damit einhergehenden Fernunterrichts eine ganz neue Brisanz verliehen.
Auf dieser Seite sollen deshalb Informationen zu den wichtigsten Themen und Bereichen vorgestellt und gesammelt werden, um schnell Antworten auf die dringlichsten Fragen finden zu können.
Im Infoportal von mebis finden sich aktuelle Informationen und sehr ausführliche Beschreibungen rund um das „Lernen zuhause„.

Informationen beim BRN

Beim bayerischen Realschulnetz haben die BdBs der Realschule gleich zu Beginn der Pandemie alle wichtigen Informationen und Hinweise zusammengefasst.
Dort finden sich Angaben zur Arbeit mit Wochenplänen, Kursen auf mebis, mögliche Kommunikationswege innerhalb der Schulfamilie und vieles mehr.
Einsatz digitaler Medien bei längerfristiger Beeinträchtigung des Unterrichtsbetriebs beim BRN.

 

Videokonferenzen

Für den synchronen Fernunterricht auf Distanz was sind plötzlich Videokonferenzsysteme, die vorher im Präsenzunterricht überhaupt keine Rolle gespielt haben, Über Nacht zu unverzichtbaren Werkzeugen geworden. Der Aktienkurs diverse Anbieter die hohe Nachfrage nach Webcams und Mikrofone sind dafür ein klares Indiz.

Nachdem diverse Anbieter wie zum Beispiel Zoom in den Medien heftig kritisiert wurden, wurde die Debatte um Videokonferenzen an bayerischen Schulen sehr emotional manchmal auch eher weniger sachlich geführt. seit Mitte Mai aber Teams als ergänzendes Werkzeug zum mebis durch das STMUK angeboten wird, kann man nun zweifellos sagen, das ist sich für den Einsatz in Schulen eignet und sich der Lehrer auch nicht in die Gefahr begibt, gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen.

Wir verweisen hier sehr gerne auf eine äußerst gelungene Zusammenfassung der gymnasialen Kollegen in Oberbayern West.

Weiterführende Installationsanleitungen und detaillierte Informationen finden Sie bei den Materialien zu unserer Online-RLFB vom Mai 2020.

Webinardidaktik

Die meisten Lehrerkräfte in Deutschland sind für den Präsenzunterricht mit einer Klasse in einem Klassenzimmer im 45-Minutenrhythmus ausgebildet.
Wenn wir in Zeiten von Corona die technischen und rechtlichen Hürden von Videokonferenzen gemeistert haben, stehen wir vor der Frage: „Wie plane ich eine Schulstunde per Videokonferenz und wie führe ich diese durch?“
Zu diesem Thema empfehle ich zwei Internetseiten zur Webinardidaktik:

  • Webinardiaiktik von Dr. Karin Reber. Hier werden grundsätzliche Gedanken zur Durchführung von Unterricht per Videokonferenz zusammengetragen.
  • Synchron kooperieren von Kristina Wahl zeigt eine sehr gelungene Deutschstunde zum TGA, die per Fernunterricht stattfand.
  • Was ist guter, videobasierter Unterricht? von Sonja Hennig. Ein Blogbeitrag mit vielen weiterführenden Informationen.

mebis nutzen

Auch wenn die Lernplattform von mebis, die auf Moodle basiert, zu Beginn der Pandemie unter dem enormen Ansturm der bayerischen Schulen aller Schularten fast zusammenzubrechen drohte, hat sich die Lage inzwischen wieder einigermaßen beruhigt, nachdem viel Rechenleistung und Geld kurzfristig in die bayerischen Server investiert worden ist (siehe hier).

In kürzester Zeit wurden viele neuen Angebote, Kurse und Tutorials geschaffen, die das Lernen zuhause für Lehrkräfte planbarer machen und Hilfestellung geben sollen:

  • Einsatz von mebis beim Lernen zuhause
    Hier finden Sie einen Überblick über erste Schritte in mebis. Außerdem werden Unterstützungsangebote wie zum Beispiel Selbstlernkurse oder die Servicehotline vorgestellt.
  • Lernplattform gestalten
    Eine Übersicht über alle Aktivitäten und Inhaltsformen, die eine Lehrkraft in einem Kurs für Schülerinnen und Schüler bereitstellen kann
  • Das teachSHARE-Angebot
    Hier finden Sie offene Kurse, die jede Lehrkraft sofort für die eigene Nutzung kopieren und verwenden darf. Bereits um die Osterferien 2020 sind eine ganze Reihe neuer Kurse entstanden, die explizit Materialien für Abschlussprüfungen an den bayerischen Schulen bereitstellen sollten. Abgesehen davon lohnt sich aber immer wieder ein Blick in die Suchmaske, nachdem das Angebot an offenen Kursen stetig wächst.
  • Support
    Alle Hilfsangebote für mebis auf einem Blick.
MS Teams

Zum 13.05.2020 hat das STMUK „Teams“ der Softwarefirma Microsoft als ergänzendes Werkzeug zu mebis temporär für alle weiterführenden kostenlos zur Verfügung gestellt.
Es handelt sich dabei um eine Version von MS 365 in der sogenannten „bayerischen Konfiguration“, was unter anderem die folgenden Punkte beinhaltet:

  • Teams soll das offizielle Werkzeug zur Kommunikation innerhalb einer Schulfamilie sein, da es über ein Tool für Videokonferenzen und eine Chatfunktion verfügt.  Einwahl in Videokonferenzen per Telefon möglich, um möglichst alle Schülerinnen und Schülern mitzunehmen.
  • Bereitstellung und Administration durch den Dienstleister Aixconcept
  • Nach Angaben des STMUK ist die bayerische Konfiguration sehr auf die Ansprüche und Vorgaben des Datenschutzes bedacht (z.B. Gerichtstand für Microsoft in Deutschland, Hosting auf deutschen Servern, Closed-Campus, d. h. das eine Verknüpfung der Konten mit schulfremden Personen nicht möglich ist.
  • Das kostenlose Angebot wurde im Dezember 2020,bis 31.03.2021 verlängert. Eine Übernahme des Tenant durch die Schule bzw. den Schulaufwandsträger wird möglich sein.
  • Import von Schüler- und Nutzerkonten aus einer ASV-Schnittstelle heraus

 

Folgende Unterstützungsangebote stehen zur Verfügung:

  1. Offizielle Infoseite des STMUK
  2. Selbstlernkurse der ALP Dillingen für Systembetreuer an den Schulen
  3. Selbstlernkurse der ALP Dillingen für Lehrkräfte an den Schulen
  4. Infoseite auf mebis (hier folgen noch Informationen)
  5. Infoseite bei der ALP Dillingen
  6. Videotutorials vom „Digiteam GZ“
Datenaustausch über Cloudsysteme

Nachdem nun Microsoft Teams als offizielles Tool für die Dauer der Schulschließungen vom Kultusministerium zugelassen wurde, ist es noch möglich die dort implementierte OneDrive, also die Cloud Lösung von Microsoft, innerhalb der Schulfamilie zu benutzen. Man muss sich aber dabei bewusst machen, dass es sich Im eigentlichen Sinne nicht um eine bewusste Entscheidung handelt, da Teams ohne die OneDrive gar nicht funktionieren würde. Der Nutzer ist also gezwungen diese zu benutzen. Dennoch ist eine Weiterverbreitung personenbezogene Daten über die Cloud von Microsoft als eher kritisch zu beurteilen.

Aus diesem Grund bietet es sich an auch andere Cloud Lösungen in den Blick zu nehmen, die den hohen Datenschutzansprüchen im Bildungsbereich eher entsprechen.

Die einfachste Lösung wäre ein NAS-System oder ein Schulserver im eigenen Schulnetzwerk, die über das Internet erreichbar sind. Gerade bei den NAS-Boxen gibt es Lösungen in unterschiedlichen Preisklassen, die Sich leicht einrichten lassen und schnell in Betrieb genommen werden können. was bedenken sie aber dabei, dass die günstigste Variante der wahrscheinlich größeren Auslastung durch den Zugriff der gesamten Schulfamilie nicht unbedingt gewachsen sein wird, sodass man sich unbedingt mit dem Schulaufwandsträger absprechen muss.

Eine andere sehr zu empfehlen die Lösung wird das Betreiben eines eigenen Nextcloud-Servers, der ähnlich wie die MAS-Box über das Internet erreichbar ist. Nextcloud ist eine Weiterentwicklung der recht ähnlich aufgebauten Owncloud.

Nextcloud ist

eine freie Software für das Speichern von Daten (Filehosting) auf einem eigenen Server. Bei Einsatz eines Clients wird der Server automatisch mit einem lokalen Verzeichnis synchronisiert. Dadurch kann von mehreren Rechnern, aber auch über eine Weboberfläche, auf einen konsistenten Datenbestand zugegriffen werden. Im Gegensatz zu kommerziellen Speicherdiensten wie Dropbox oder OneDrive kann Nextcloud auf einem privaten Server oder Webspace ohne Zusatzkosten installiert werden. Dadurch behält der Besitzer die vollständige Kontrolle über seine Daten und die Möglichkeiten für Datenmissbrauch werden reduziert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nextcloud (aufgerufen am 18.03.20)

 

ownCloud ist

ownCloud ist eine freie Software für das Speichern von Daten (Filehosting) auf einem eigenen Server. Bei Einsatz eines entsprechenden Clients wird dieser automatisch mit einem lokalen Verzeichnis synchronisiert. Dadurch kann von mehreren Rechnern auf einen konsistenten Datenbestand zugegriffen werden. Das Projekt wurde im Januar 2010 vom KDE-Entwickler Frank Karlitschek ins Leben gerufen, um eine freie Alternative zu kommerziellen Anbietern eines Cloud-Service zu schaffen. Im Gegensatz zu kommerziellen Speicherdiensten kann ownCloud auf einem privaten Server oder Webspace installiert werden. Somit können gerade bei sensiblen Daten die Bedenken gegenüber einer Datenweitergabe und der damit einhergehenden Abgabe der Kontrolle über die Daten zerstreut werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/OwnCloud (aufgerufen am 18.03.20)

 

Urheberrecht

Auch wenn die Datenschutzbeauftragten aufgrund der Coronapandemie gewisse Zugeständnisse gemacht haben, bleiben jedoch alle Richtlinien und Vorgaben bezüglich des Datenschutzes bestehen. Auch im fernen Unterricht ist es nicht möglich nach Belieben schulbuch- -Seiten ein zu scannen und an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben.

Einen Leitfaden zur rechtssicheren Nutzung von Online-Angeboten finden Sie im Infoportal von mebis. Dort sind auch Informationen gesammelt wie mit Diensten und Apps zu Verfahren ist, Komma die Werbung verwenden.

Weitere grundlegende Informationen sind auch auf unserem Poster.

[pdf-embedder url=“https://ofr-digital.de/wp-content/uploads/2020/06/Urheberrecht-Plakat.pdf“]

Erklärvideos selbst produzieren

Erklär- bzw. Lernvideos eignen sich nicht nur im Distanz Unterricht wunderbar zu Instruktion. was hier kann eine Lehrkraft einen abgeschlossenen Sachverhalt schlüssig Schritt für Schritt den Schülerinnen und Schülern näherbringen. Das Internet ist voll von fertigen Erklärvideos, die teilweise höchst professionell produziert worden sind. Dennoch hat es viele Vorteile Ein Video selbst zu produzieren. der technische Aufwand hält sich dabei sehr in Grenzen. Wirklich wichtig ist eigentlich nur ein gutes Mikrofon, welches aber in den meisten Laptops und Tablets bereits vorhanden ist. Eine eigene Webcam ist zwar nützlich, aber nicht unabdingbar für das Gelingen eines guten Erklärvideos.

Auf dem Infoportal von mi bis gibt es einen sehr guten Überblick über das produzieren von Videos vom Kollegen Sebastian Schmidt.

Die wichtigsten Dinge Komma die man bei der Produktion eines Lernvideos beachten sollte habe ich in einem kurzen Video zusammengefasst:

Es gibt jede Menge unterschiedlichste Software Angebote zur Produktion von Erklärvideos, die in Bezug auf technische Möglichkeiten und Preis stark variieren. Was für den Einsteiger eignen sich zwei Varianten jedoch besonders gut, nämlich Adobe Spark und MS PowerPoint.

Materialien und Anleitungen finden Sie hier.

Kommunikation gestalten

Nachdem den Schulen der gewohnte Präsenzunterricht quasi über Nacht weggebrochen ist, standen alle Lehrkräfte vor der Frage, wie sie nun mit ihren Schülerinnen und Schülern in Kontakt treten könnten.

An erster Stelle sind hier sicherlich die unterschiedlichen kommerziellen Angebote zur Schülerkommunikation und Organisation zu nennen. Unter ihnen befinden sich die schul.cloud, der Schulmanager online, Esis, die Schulapp, Claxxs und viele Angebote mehr. Diese sind datenschutzrechtlich unbedenklich, da sie vom Datenschutzbeauftragten der Schule zusammen mit der Schulleitung freigegeben werden können. Idealerweise sollten diese Apps schon vor der Coroanapandemie im Einsatz gewesen sein, sonst wird es sehr schwierig sein, die Zugangsadten an die Klassen auszugeben.

Die Kommunikation über die Mitteilungen oder ein Forum in mebis geht grundsätzlich auch gut, ist aber nicht besonders intuitiv und niederschwellig zu bedienen.

Die E-Mail ist sicherlich auch ein guter Weg, um mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu bleiben. Hierfür finden sich ausführliche Informationen im Infoportal von mebis.

Messengerdienste waren aus dienstrechtlichen Gründen noch nie zur Kommunikation mit Schutzbefohlenen zugelassen. Diese Regel wurde aber nun aufgrund der Schulschließungen entschärft. Im KMS vom 12.03.2020 gibt das Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK) rechtliche Hinweise zum Einsatz von Messenger-Diensten. Im Abschnitt 2. Einsatz alternativer digitaler Werkzeuge (Seite 4) finden Sie ausführliche Informationen zu datensparsamen Varianten wie threema oder Signal. Whatsapp bleibt weiterhin ungeeignet (siehe hier).
Sehr gute Informationen sind in mebis gesammelt.